Die DDR - der Alltag

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Plattenbau

Plattenbauten sind Wohngebäude, die aus Fertigteilplatten aus Beton hergestellt sind. Diese Bauweise war weit verbreitet in der DDR.

Über 3 Millionen Plattenbauwohnungen entstanden von 1972 – 1990 in der DDR. Viele Plattenbauten hatten sehr schlichte Fassaden und nur wenige Verzierungen. Sie machten also einen sehr monotonen Eindruck.

Im Sozialismus war die Funktion war wichtiger als Form und Design. Farben, Form und Design waren Aspekte, die man vielleicht im Kapitalismus hochschätzte, aber im Sozialismus waren die Menschen ein bisschen weiter gekommen. Gute Sozialisten waren nicht so dekadent wie die Kapitalisten – die Sozialisten wussten, dass Funktion wichtiger als Form und Farben war.

Die Plattenbauwohnungen waren bei den DDR-Bürgern beliebt und begehrt. Sie hatten nämlich viel Komfort: da war fließendes warmes und kaltes Wasser und Zentralheizung. Eine Zentralheizung bedeutete, dass man keine Kohlen schleppen musste. Außerdem hatten die Wohnungen eine Toilette in der Wohnung (Innen-WC) und Badewanne. In Altbauwohnungen sah es oft nicht so aus.

Die Miete für eine Plattenbauwohnung war zwar höher als für eine Altbauwohnung. Für unsere heutige Begriffe war sie jedoch minimal: z. B. zahlte man für eine 3½ Zimmer-Wohnung, 68qm, mit Balkon - Warmmiete: 118 Mark. In dänischen Kronen umgerechnet zirka 3-400 Kronen. Im sozialistischen Arbeiter und Bauernstaat sollten sich alle eine Wohnung leisten können.