Kapitalismus und Planwirtschaft

E-tysk: tysk historie1945 - 1989Kapitalismus und Planwirtschaft 
Kapitalismus und Planwirtschaft

Von 1945 – 1989 war Deutschland geteilt: im Westen gab es die BRD und im Osten die DDR. Als die Länder 1989 wieder vereinigt werden sollten, stellte es sich heraus, dass das gar nicht so einfach war. Der Grund war, dass die Länder seit dem Kriegsende unter zwei verschiedenen Wirtschaftsordnungen funktioniert hatten. In der BRD hatte man Kapitalismus gehabt und in der DDR Planwirtschaft:

Der Kapitalismus
Der Kapitalismus ist eine bestimmte Wirtschaftsordnung. Ein anderes Wort für Kapitalismus ist die Marktwirtschaft. Der Gegensatz zu Kapitalismus ist die Zentralverwaltungswirtschaft.

Im Kapitalismus bestimmt Angebot und Nachfrage,
  • welche Produkte auf den Markt kommen
  • in welcher Menge sie auf den Markt kommen und
  • zu welchem Preis die Produkte verkauft werden
In der Marktwirtschaft findet also eine Koordination zwischen Produktion und Konsumtion statt.

Die Planwirtschaft
Ein anderes Wort für Planwirtschaft ist die Zentralverwaltungswirtschaft. Die Planwirtschaft oder die Zentralverwaltungswirtschaft ist auch eine bestimmte Wirtschaftsordnung. Sie geht auf Marx und Lenin zurück. In der Zentralverwaltungswirtschaft findet keine Koordination zwischen Angebot und Nachfrage statt. Hier entscheidet eine staatliche Verwaltungsinstanz,
  • wer der Anbieter ist
  • in welchen Mengen der Anbieter produzieren soll und
  • wie viel die Produkte kosten
In der DDR hieß diese Verwaltungsinstanz: Die Staatliche Plankommission (SPK). Die SPK hatte die Aufgaben, Fünfjahrpläne zu koordinieren, sie auszuarbeiten und zu kontrollieren, dass sie durchgeführt wurden.

In der Zentralverwaltungswirtschaft ist fast alles verstaatlicht. Nahezu alles gehört dem Staat. Es gibt kein Privateigentum, weder was den Besitz von Produktionsmitteln betrifft, noch den Besitz von Wohnungen.