Geobra Brandstätter

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Geobra Brandstätter
- die Firma hinter Playmobil

1974 kam das System-Spielzeug Playmobil auf den Markt. Sein Erfinder war Hans Beck.

Hans Beck wurde 1929 in Thüringen geboren. Sein Vater war ein selbständiger Kaufmann. Hans Beck wollte aber nicht wie sein Vater Kaufmann werden. Er wollte lieber ein Handwerk erlernen. Er machte also eine Lehre als Tischler und war nachher ein gelernter Tischler.

1958 bewarb sich Hans Beck bei der Firma geobra Brandstätter. Da waren viele Mitbewerber, aber der Chef Horst Brandstätter entschied sich für Hans Beck, wahrscheinlich weil sein grosses Hobby Modellbau und Modellflug war. Er wurde angestellt und kam in die Entwicklungsabteilung.

Von Anfang an entwickelte Beck innovative Produkte, die sich gut verkaufen liessen. Die ersten Ideen zu seinem Meisterwerk, Playmobil, entstanden erst 1971. Sein Chef Horst Brandstätter wollte nämlich, dass er eine kleine Figur entwickeln sollte. Die Figur sollte zu einer Fahrzeugserie für Kleinkinder passen.

Horst Brandstätter stellte sich vor, dass Beck ein einfaches, unbewegliches Männchen machen würde. Hans Beck war aber sehr kreativ, und er hatte viel Phantasie. Er entwickelte eine 7,5 cm grosse Spielfigur aus Kunststoff. Hände, Arme und Beine und der Kopf liessen sich bewegen. An die Hände konnten Accessoires wie Werkzeuge, Waffen etc. angesteckt werden.

Recht schnell änderte sich die Zielgruppe für Playmobil. Man sah ein, dass das Produkt nicht für Kleinkinder geeignet war, sondern für Kinder ab vier Jahren. Für diese Zielgruppe entstanden langsam komplette Spielwelten. Die ersten Spielwelten waren „Baustelle“, „Wilder Westen“ und „Ritterzeit“. Später folgten über 20 verschiedene Themen mit umfangreichem Zubehör. Aus einer Figur entwickelte sich also ein riesiges Systemspielzeug.

Im Frühjahr 1974 wurden die ersten Playmobil-Figuren auf der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg präsentiert, und im Herbst 1974 sah man Playmobil in den Spielwarenläden. Am Jahresende hatte geobra BRANDSTÄTTER mit PLAYMOBIL schon drei Millionen Mark umgesetzt.

Seit Markteinführung 1974 war Hans Beck für die Marke PLAYMOBIL sozusagen das Gewissen des Unternehmens. 1998 ging der 76-Jährige Hans Beck in den Ruhestand. Unter der Leitung von Bernhard Hane setzte das Entwicklungsteam sein Lebenswerk fort.


Die Firma „geobra Brandstätter“
Andreas Brandstätter gründete 1876 in Fürth in Süddeutschland die gleichnamige Firma. Er war Büchsenmacher und Schlossermeister. Die Firma produzierte Schatullenbeschläge und -schlösser. 1908 übernahm sein Sohn Georg Brandstätter den Betrieb. Er änderte den Firmennamen zu geobra Brandstätter.

1954 trat Horst Brandstätter in die Firma ein. Er ist heute der Alleininhaber der Firma. Damals wurden hauptsächlich Spielwaren aus Blech produziert. Die Produkte waren vor allem Telefone, Spardosen und Kaufladenartikel. 1958 hatte die Firma einen grossen Erfolg mit Hula-Hoop-Reifen.

1974 war das Jahr der Markteinführung von PLAYMOBIL. Nur wenige Jahre danach war geobra Brandstätter der umsatzstärkste deutsche Spielwarenhersteller. Sie rangiert seitdem an der Spitze.

Der Jahresumsatz der Firma war 2005 361 Mio. Euro. Weltweit hatte die Firma im selben Jahre 2.591 Mitarbeiter, davon waren 1.439 in Deutschland angestellt.

Weiter zum Internet
Playmobil Ausstellungen in den Jahren 2000, 2001 und 2004 in Zirndorf: